35 Jahre und keineswegs leise! KG Beckumer Püttspatzen


Die Geschichte der KG Beckumer Püttspatzen



Am 14. November 1975 trafen sich 21 karnevalsbegeisterte Beckumer im Lokal “Haus Link”  an der Weststraße. Um genau 20:08 Uhr wurde die Karnevalsgesellschaft »Schluckelpinne« aus der Taufe gehoben. Nun, die Gaststätte ist bereits 1977 dem Bagger zum Opfer gefallen, die entstandene Gesellschaft gibt es noch heute. Bereits 1976 wurde die erste Karnevalsfeier im Gasthaus "Cordes" gefeiert.

Auf der fünften Generalversammlung, am 17. November 1979, gab man sich den Namen »Beckumer Püttspatzen«. Namensgeber war übrigens Franz Schestag, langjähriger Präsident der Dachgesellschaft „Na, da wären wir ja wieder“ e.V.

Im Jahr 1980 schloss sich der Verein der Dachgesellschaft an, 1980 wurden Karnevalsmützen angeschafft, und 1982 erfolgte die Eintragung in das Beckumer Vereinsregister. Der erste Karnevalswagen entstand 1980 - vor genau 30 Jahren. Von diesem Zeitpunkt an haben sich die „Püttspatzen“ jedes  Jahr mit ihrem Wagen und später auch mit einer Fußgruppe am Rosenmontagszug beteiligt.

Die erste große Anerkennung erfuhr der Verein 1994, als 14 hochmotivierte Mitglieder als Stadtelferrat mit Stadtprinz Reinhard II. Habrock und seinem Hofmarschall Werner Steinhoff zur Prunksitzung ins Kolpinghaus einziehen durften. 2006 wurde Werner II. Steinhoff Stadtprinz und Hermann-Josef Korte Hofmarschall. Darauf folgte 2007 Hofmarschall Theo Franzpötter mit Stadtprinz Orlando I. Di Matteo, um 2008 selbst als Stadtprinz Theo II. Franzpötter zu regieren. An seiner Seite stand Hofmarschall Thomas Schulenberg.

Der Verein ist in jeder Hinsicht sehr aktiv und traditionsbewusst. Ein Beweis dafür sind die Frauen, die nicht nur den Karnevalswagen mit in Handarbeit gefertigten, tausenden Papierblumen den letzten “Pfiff” geben, sie haben auch über viele Jahre mit ihrem Damenballett die Karnevalsfeiern bereichert. Auch heute noch sind die Frauen auf dem Karnevalsfest mit ihren Auftritten präsent. Das Männerballett kann auf 33 aktive Jahre zurück blicken. Sie sind es auch, die bei dem Karnevalsfest vor dem großen Finale noch einmal den Saal zu begeistern wissen.

Wir können ohne Übertreibung sagen, dass wir mit rund 400 bunt kostümierten Gästen Jahr für Jahr ein tolles, stimmungsvolles Karnevalsfest feiern.

Aber  auch  außerhalb der Karnevalszeit sind die Vereinssprüche “Schluck-Auf” und “Spatz-Piep” oft zu hören. So findet kurz nach den tollen Tagen die Generalversammlung und der Filmabend statt. Verschiedene Aktivitäten stehen im Sommer an. Hier seien Fahrradtouren, Planwagenfahrten oder auch schon vereinseigene Schützenfeste genannt. Im November, um den 11.11., findet die Mitgliederversammlung statt, in der Anregungen für die neue Karnevalssession besprochen werden. Das Jahr der „Püttspatzen“ endet mit dem traditionellen Nikolausknobeln. All diese Veranstaltungen und Aktivitäten fördern die Kameradschaft und festigen die Zusammengehörigkeit innerhalb des Vereins.

Etwas Besonderes ist die Satzung, die sich der Verein gegeben hat. Jeder einzelne Paragraph hat es in sich. Sie alle zu nennen, wäre an dieser Stelle zu viel. Hat man früher das Prinzenpaar durch Stiefeltrinken ermittelt, so können sich heute Aspiranten für eine Prinzenregentschaft bis Ende November schriftlich bei den beiden Präsidenten bewerben. Sollten mehrere Bewerber vorliegen, so entscheidet das Los. In den vergangenen 34 Jahren hatte der Verein fast ausschließlich Prinzenpaare. Ausnahmen waren zum silbernen Jubiläum unser Dreigestirn mit Prinz Theo I., Bauer Franz und Jungfrau Leo sowie im letzten Jahr Prinz Norbert II. und Hofmarschall Udo.

Ein  Fundament  für  die kommenden 35 Jahre bildet der "Karnevalistische Nachwuchs". Hier sind derzeit 7 Kinder und Jugendliche aktiv. Im Übrigen zählen die „Püttspatzen“ heute 100 Mitglieder - zudem mit Maria und Franz Northoff, Hilla und Leo Posingis und Gabi und Theo Franzpötter sechs Ehrenmitglieder.

 

 


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